Esztergom
Esztergom, die frühere Hauptstadt Ungarns, liegt an der Donau an der slowakischen Grenze. In deutscher Sprache wird Esztergom auch Gran genannt.
In der nordungarischen Stadt wohnen circa 30.000 Menschen.
Die ersten Siedler waren die Kelten. Nach den Römern, die die Siedlung Salvio Mansio gründeten, kamen die Slawen, die der früheren Römersiedlung den Namen Stregom ( Ursprung: wachen) gaben, weil sie von dort den Donauübergang überwachten. Später wurde Esztergom Herrschersitz der Magyaren. Hier wurde um 1000 Stephan I. gekrönt. In seiner wechselhaften Geschichte war die Stadt auch Teil des Osmanischen Reiches.
Hauptsehenswürdigkeit Esztergoms ist die klassizistische Basilika aus dem Jahr 1820, eine der größten Kirchen Europas.
Der Palast der Arpaden in Esztergom wurde vom Dichter des Nibelungenlieds wohl als Vorbild für Etzels Burg genommen. Dort lebte Kriemhild nach Siegfrieds Tod mit ihrem zweiten Mann, dem Hunnenkönig Etzel, und Ortlieb, ihrem Sohn aus dieser Ehe. Hier wurden die Nibelungen, als sie Kriemhilds Einladung annahmen, nach erbittertem Kampf getötet.
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